Windbeutel Blog

Ford Transit - das lange warten hat sich gelohnt

Dez 032019

Seit nun mehr einem guten Jahr wurde mit vielen Umwegen nach einem neuen Windhundreisemobil gesucht. Mit zwei Windbeuteln war uns relativ schnell klar, dass als neues Zugfahrzeug nur ein "Bus" in Frage kam. Mit vielem hin und her und nahezu endlosem Studium von entsprechenden Katalogen und Probefahrten, war es dann das Fahrzeug, welches wir anfangs gar nicht auf der Rechnung hatten. Vieles sah auf dem Papier und vom ersten Eindruck beim Händler vielversprechend aus, entpuppte sich dann aber als so gar nicht unser Ding. Viele Fahrzeuge waren unter dem Aspekt eines Solofahrzeugs durchaus geeignet, kam dann aber unsere 8-Meter-Wohndose ins Spiel, war gleich Schluss mit lustig. 
Ausschlaggebend war im August eine Probefahrt, die uns endlich voll und ganz überzeugte. Was uns erst noch etwas zweifeln ließ, waren die Listenpreise des großen Ford Transit (Sprinter-Größe/Klasse). Überraschend war aber das mögliche Rabattgefüge bei diesem Nutzfahrzeug und plötzlich passte es wieder ins Budget. 
Auch der Harken mit dem endlosen Modellvariationen und Konfigurationsmöglichkeiten ließ sich nach 14 Tage Transit-Katalog-Studium tatsächlich lösen. Wir entschieden uns für den Transit 330 M1 Kombi 2.0 Ecoblue L2H2. Klingt schon in der Modellbezeichnung fürchterlich kompliziert - war es schlussendlich auch. Das "Transit 330" bedeutet zulässiges Gesamtgewicht von 3,3 Tonnen. Hinter "M1 Kombi" versteckt sich die 9-Sitzer-Variante mit rundum Verglasung. Bitte nicht Transit Bus hiermit verwechseln, dass ist nämlich dann die 12- bis 18-Sitzer-Version. Daher sind wir ganz stolz auf unserem Kombi. Und "L2H2" bedeutet mittlere Radstand (Gesamtlänge 5,5 m) und mittlere Höhe (2,53 m). L2H2 sind die kleinsten Abmessungen die beim großen Transit zu haben sind. Der "2.0 Ecoblue" ist ein 2 Liter Bi-Turbo-Diesel (Euro 6d-Temp). Wir haben uns für die 2. kleinste Leistungsstufe mit 130 PS entschieden. Klar wäre eine 6-Gang-Automatik fürs Wohnwagenfahren hervorragend gewesen, leider fehlt hier dann die Hängelast.
Eine Entscheidung wurde uns erlassen, wir mussten uns nicht zwischen den 3 Antriebsvarianten (Front-, Heck- oder Allradantrieb) entscheiden: den Transit Kombi M1 gibt es nur mit Frontantrieb ;-)
Als Ausstattung wählten wir für unseren Transit die höchstmögliche Ausstattung, die "Trend"-Ausstattung mit jeder Menge Sicherheits-Schnick-Schnack-Zubehör aus der Aufpreisliste. Worin sich auch die Komplexität der Konfiguration des Fahrzeugs wiederfindet. Nur ein Beispiel: Die eigentlich für jedes Fahrzeug mittlerweile obligatorischen Seiten-Airbags verstecken sich beim Ford Transit hinter einer Sitzkonfiguration. Entscheidet man sich nicht für die elektrische Sitzverstellung gibts auch keine Airbags außer den Fahrer- und Beifahrer-Airbag. Muss man nicht verstehen, ist beim Transit aber so ;-)

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Urlaubs-Logbuch: Rothenburg ob der Tauber aus Hundesicht

Okt 092019

geschrieben von Flet

Morgens bei strahlendem Sonnenschein aufstehen, sich schon auf die urlaubstypische Gassi-Runde freuen, aber dann kam DAS! Ein Ausflug im Urlaub, ich weiß gerade nicht, was schlimmer ist: Urlaub, ein Ausflug, ein Ausflug im Urlaub oder die Ideen der Leinenträger?
Plötzlich fanden wir uns vor einer steilen Treppe wieder, die diesen Namen aber wirklich nicht verdient, denn für einen Whippet ist es eher wie gegen die Wand laufen. Und verdammt nochmal, wer hat die Stufen schon wieder auf hochglanz poliert und gebonert? Entweder latschen hier Horden von Attila's Hunnen tagein und tagaus darüber oder jemand der Stadtbewohner hat einen absoluten Putzfimmel. Ich bin dann aber schimpfend und grummelnd mit gutem Beispiel voran gegangen und habe dem jungen blauen Hüpfgemüse mal gezeigt wie ein Whippet mit Bergziegen-Diplom eine derartige Treppe erklimmt.
Hier hatten die Baumeister mal wieder viel zu wenig Steine zur Verfügung, so schmal und niedrig der Wehrgang hier ist. Da muss ich als Whippet schon fast den Kopf einziehen. Und der permanente Gegenverkehr... Das Hüpfgemüse und ich wurden dann permanent an die Wand gedrückt, dass die anderen nicht-Windhund-Zweibeiner passieren konnten. 
Man kann es ja kaum glauben, den Zweibeiner ist es auch noch gelungen ein vernünftiges Treppenhaus auf dem Weg von dem Wehrgang herab zu finden: griffige Holzstufen, wenn auch schmal und schon fast eine moderne Prunksteintreppe für den restlichen Abstieg. Geht doch! Warum habt ihr das nicht schon früher herausgefunden?
Die Innenstadt war wie jede andere Innenstadt auch - kennst Du als Hund eine - kennst Du alle! Lottl sah das aber komplett anderes. Für Lottl ist immer alles toll und sie bricht sich halb den Hals vor lauter herumgucken. Aber irgendwie hat sie schon etwas recht. Es waren sehr viele Gruppen von Zweibeiner, die sich durch die zahlreichen Gässchen schlängelten die komplett anderes aussahen und unverständlich redeten. Aber nachdem die Gruppen immer freundlichen lächelten, ihre Wischkästchen zogen und uns fotografierten und filmten, war das doch alles ganz okay. Ich wusste gar nicht, dass wir hier so berühmt sind. 
Ich hatte ja schon mittelschwere Bedenken, dass das blaue Brems-Tier (bleibt beim gucken immer stehen) bei den Menschenmassen kaum vom Fleck kommt. Aber ich glaube, endlich hat sie es verstanden und sich an mir ein Beispiel genommen: Kopf hoch, Poser-Gang einschalten und einfach weiterlaufen, denn die Zweibeiner weichen schon aus. Das ganze Rumposen ist aber ordentlich anstrengend und zu gut, dass die Leinenträger für den Rückweg einen Schleichweg gewählt haben, wo man endlich mal wieder in Ruhe dahinschlendern konnte.
Und es ist schon verwunderlich, dass es dieses Zweibeinvolk problemlos durch ein fremdes Straßengewirr schafft ohne sich zu verlaufen und das ganze ohne Wegmarkierungen. So haben wir es dann tatsächlich zu großen grauen Kutsche zurück geschafft und ich konnte mich auf eine Ruhepause für meine alten Knochen auf dem Rückweg freuen.

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...schon wieder eine endlos Burg...

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Lottl interessiert und fasziniert wie immer

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